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Gerade im Studium bietet es sich an, nicht nur den Pflichtstoff zu pauken und auf
Dauer hinter Fach-Büchern zu versinken, sondern auch, wie es heute etwas
sophistisch heißt, seine "soziale Kompetenz" zu steigern. Inwieweit diese
Wortschöpfung glücklich gewählt ist, sei dahingestellt.
Jedenfalls gibt es neben Party- und Kneipengängen natürlich viele weitere
Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, sich zu engagieren und sich mit
der juristischen Praxis vertraut zu machen. Dies soll Gegenstand dieses Kapitels sein.
Das Kaptiel schließt mit allgemeinen Informationen, die
von Studienanfängern und Marburger Studenten nachgefragt wurden.
I. persönliches Engagement und juristische Praxis
Von der Philipps-Universität Marburg werden Studenten, die sich für ein
Auslandsstudium
interessieren massiv unterstützt. Wer sich hierfür interessiert,
sollte solche Angebote unbedingt wahrnehmen.
Wer in heimischen Gefilden verweilen will, kann sich dennoch mannigfaltig
engagieren. Da kommt ein Engagement bei der
European Law Students' Association
(ELSA)
ebenso in Betracht wie die Teilnahme in
sonstigen Vereinigungen,
Verbänden oder
Parteien.
Wer daran interessiert ist, an der Universität nicht nur theoretisches Wissen
anzuhäufen, der sollte sich gezielt um Praktika bewerben. Anwälte,
die öffentliche Verwaltung und die private Wirtschaft bieten vielfältige
Praktikumsplätze an, die über das Pflichtpensum hinaus in Anspruch
genommen werden können.
Aber auch die Teilnahme an den vom Fachbereich angebotenen
Seminaren vertieft das Fachwissen weit über die Inhalte der Vorlesungen hinaus.
Alle angebotenen Seminare werden im
kommentierten Vorlesungsverzeichnis
aufgeführt.
Es braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden, daß sich jeder
Student auch selbständig um Veranstaltungstermine kümmern kann, wenn er
etwa daran interessiert ist, alleine, mit Freunden oder einer kleinen Interessengruppe
an einer gerichtsmedizinischen Vorlesung teilzunehmen, einen Prozeß
am Landgericht Marburg (Universitätsstr. 48, Tel. 290-0) zu beobachten,
fachfremde Vorlesungen zu hören oder sonstige Eindrücke zu sammeln.
In der Regel wird ernsthaft interessierten Studenten Tür und Tor geöffnet.
Solches Engagement und Interesse zahlt sich aus. Den für seinen Lebenslauf
planenden Einheitsjuristen braucht man nicht zu suchen, den, der seine Hobbies zum
Beruf gemacht aber schon.
Ferienjobs werden in Frankfurt meist besser bezahlt als in Marburg, wohingegen
beim Marburger
Arbeitsamt
(Tel.: 605-0) vielleicht kurzfristig noch lukrative
Jobs,
Jobs,
Jobs
angeboten und vor Ort auch parallel zum Studium gearbeitet werden kann.
Eine
Jobbörse
bietet unter anderen der
Marbuch-Verlag
an.
Das Programm der
Volkshochschule (vhs)
erhält man in der Deutschhausstraße 38 (Tel.: 201 246).
II. Kultur
In Marburg, Frankfurt und Gießen bieten sich verschiedene
kulturelle Highlights.
Was in unserer kleinen Studentenstadt angeboten wird, faßt der
Veranstaltungskalender für Marburg
und der
Veranstaltungskalender für Marburg und Gießen
zusammen.
Das
Kinoprogramm für Marburg
sowie das
Kinoprogramm für Marburg und Gießen
wird ebenso online bereit gestellt wie das aktuelle
Fernsehprogramm.
Spielpläne des
Hessischen Landestheaters
(die Vorführungen im Hessischen Landtag in Wiesbaden ausgenommen)
sind bei der Stadthalle erhältlich. Erwähnenswert sind auch der
Marburger Kunstverein,
die Musikschule, diverse
Musische Vereine
und andere
Kulturvereine.
III. Sport
Neben dem umfangreichen Angebot des Zentrums für
Hochschulsport
können die Angebote der Marburger
Sportvereine
für körperliche Ertüchtigung sorgen.
In den Sportstudios "Physikum" (Fitneß, Bodybuilding,
Saunawelt),
"Move" (Fitneß, Bodybuilding, Squash) oder "Fit for Fun" (Fitneß,
Bodybuilding) wird es etwas professioneller und sehr viel teurer.
Städtische Bäder
gibt es in Wehrda und Marbach. Am Niederweimarer Baggersee kann man Wasserski
fahren und in ungechlortem Wasser schwimmen, bevor man sich dort wahlweise am
Textilbadestrand oder am FKK-Strand die Sonne auf den Pelz brennen läßt.
IV. Interessenvertretungen, Mietervereine
An bisher nicht genannten Interessenvertretungen sei nur noch auf die
Marburger Gewerkschaften
und weitere
Hilfegruppen
hingewiesen.
Die Mitgleidschaft bei einem
Mieterverein
- etwa dem Mieterverein Marburg und Umgebung e.V. (Tel.: 683939) -
sollte angestrebt werden, bevor es zum Streitfall kommt, da
Mietgliedern ein halbes Jahr nach dem Eintritt in den Verein Rechtsschutzversicherung
in Mietstreitigkeiten zusteht.
Mieter beachten bitte auch die Homepage des bundesweit zuständigen
Deutschen Mieterbundes.
V. Studentenbuden
Wer in Marburg noch keine Bleibe gefunden hat, lese die Anzeigen in der
Marburger Zeitung (MAZ), der Oberhessischen Presse (OP) und dem Express.
In der Mensa, im Juristischen Seminar und anderen öffentlichen
Gebäuden hängen Wohnungsangebote und -gesuche aus.
Für das Einwohnerwesen und also die Anmeldung des neuen Wohnsitzes ist das
Stadtbüro
als Teil der
Stadtverwaltung
(Frauenbergstr. 35, Nähe Südbahnhof) zuständig.
Wg. des Energieversorgungsvertrages wende man sich bitte an die
Marburger Stadtwerke
Wer in Marburg seinen Erstwohnsitz anmeldet,
bekommt von der Stadt 20 DM pro Semester rückerstattet
(also einen Kinobesuch inklusive Verpflegung).
Auch an dieser Stelle sei nochmals auf den
Deutschen Mieterbund
und die diesem untergliederten
Mietervereine
hingewiesen.
VI. Kleinanzeigen
Das jeden Donnerstag in Marburger Gewerbebetrieben kostenlos erhältliche
Stadtblättchen
"Express"
ist schon aufgrund der darin enthaltenen Kleinanzeigen heiß umkämpft.
Der Express enthält aber auch knappe Lokalberichterstattung, Kinoprogramm,
Fernsehprogramm, Kulturprogramm und Mensaspeiseplan.
VII. Essen und sonstiges Wohlbefinden
VIII. Für Globetrotter
und
- Anrufsammeltaxi (AST): 205 205 (für Studenten kostenlos)
- Taxi: 4 44 44 oder 6 66 66
- Bahnauskunft und -service: 19 4 19
Parkmöglichkeiten
gibt es etwa bei der Universitätsbibliothek.
Stadtpläne und Linienbuspläne erhält man bei den
Stadtwerken
(unterhalb des Landgrafenhauses, Universitätsstraße 1,
Tel.: 205 228).
IX. weitere Informationen
Weitere Infos zu
Marburg und Umgebung
gibt's beim ehemaligen Fremdenverkehrsamt, bei der
Marburg Tourismus und Marketing GmbH
im Pilgrimstein 26 (Tel. 9912-0).
Wem das immer noch nicht genügt, der findet das Gewünschte
vielleicht hier:
Vom Marbuch-Verlag wird auch das Marburg Stadtbuch
"Marbuch"
herausgegeben, das über Marburg und Umgebung informiert und dem ein
großformatiger Stadtplan sowie ein Bus-Netzplan beigefügt sind.
Das Buch kostet 24.80 DM.
Die
Post
unterhält ihre Hauptfiliale in der Bahnhofsstraße
und eine Nebenfiliale in der Universitätsstraße beim Tegut, also gleich beim Juristischen Seminar.
Telefonnummern:
- Universität: 28-20
- Polizei: 406-0
- Gerichte: 290-0
-
für den gestreßten Juristen:
ärztlicher Notfalldienst: 1 92 92
-
wenn der Geldbeutel im Seminar gestohlen wird:
Sperrannahmedienst des dt. Kreditgewerbes: 069/7 40 87
-
für Bücherwürmer:
Buchhandlung Elwert: 1709-0
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