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Computer
und
Internet
werden heute in großem Umfang bei der
Informationsbeschaffung
und der Informationsverarbeitung genutzt. Gerade für Studierende
sind damit enorme Vorteile verbunden, was auch erklärt, wieso das
erste Kapitel dieses Skriptes "Computer & Internet" heißt,
obwohl es sich doch um eine Informationsseite für angehende Juristen
handelt: viele Informationen, die Sie suchen, werden Sie im Internet
finden, darunter auch
wissenschaftliche Inhalte,
wie sie etwa von der
Uni Marburg unter dem Stichwort
Online-Media
angeboten werden.
Sofern Sie nicht Studentin oder Student der Philipps-Universität Marburg (PUM)
sind, bitte ich um den nötigen kognitiven Transfer: der hier aufgezeigte
Weg ist mit denen an anderen
Hochschulen
im Wesentlichen vergleichbar.
I. Computerräume und Services
In Marburg betreibt das
Hochschulrechenzentrum (HRZ)
in dem von der juristischen Fakultät genutzten
Savigny-Haus
(Universitätsstraße 6, Dachgeschoss, links) einen
PC-Saal
für Forschung & Lehre. Die Computer können von den Studierenden und
Angehörigen aller Fachbereiche zu den angegebenen
Öffnungszeiten
genutzt werden. Der PC-Saal wird von Mitarbeitern und studentischen
Hilfskräften des HRZ betreut.
Auch betreibt die
Forschungsstelle für Rechtsinformatik,
die von
Prof. Dr. Dieter Meurer
aufgebaut und bis zum 23.12.2000 geleitet wurde, in den gegenüberliegenden Räumen
(Dachgeschoss, rechts, Raum 503) einen
PC-Saal für Juristen,
der zu den angegebenen
Öffnungszeiten
den Jura-Studenten zur Verfügung steht.
Weitere PCs stehen in der
Präsenzbibliothek
der Juristischen Fakultät (Savigny-Haus, Erdgeschoss) zur Verfügung.
Die Nutzung von Textverarbeitungssoftware und anderen Anwendungen sowie
das Versenden von E-Mails und Internetrecherchen sind an den verschiedenen
PCs möglich. Voraussetzung für die Nutzung der PCs ist ein eigener
Account, d.h. ein
Internetzugang für Studierende
oder ein
Internetzugang für Professoren und Mitarbeiter
der Universität Marburg. Ein ähnliches Verfahren wird heute
von den meisten bundesdeutschen
Hochschulen
praktiziert.
Von allen genannten Computern aus kann man zu eingeschränkten Zeiten
(mittags und abends) überdies als besonderen Service die
Online-Datenbank der Juris-GmbH
kostenlos nutzen. Studierende, die einen
Internet-Zugang zur Universität
beantragt haben, können auf die Juris-Datenbank sogar von zu Hause aus
zugreifen. Damit können dann auch die von der Universität angebotenen
CD-Rom-Datenbanken
genutzt werden. Ein solcher Service wird ebenfalls von vielen anderen
Hochschulen
angeboten, da in nahezu allen Fachbereichen eine immer
größer werdende Menge von Studienmaterial über das
Internet angeboten wird. Meist können - so etwa an der Philipps-Universität
Marburg - auch die Recherchemöglichkeiten der anderen
Fachbereiche genutzt werden.
Die Forschungsstelle für Rechtsinformatik bietet außerdem
regelmäßig
Computer-Kurse
und
Juris-Kurse
an, deren Besuch sich für Anfänger auf jeden Fall lohnt. Es wird dort
unter anderem gelehrt, wie man mit
Windows
und Textverarbeitungsprogrammen wie
Word
umgeht und diese Programme als auch das
Internet
für die wissenschaftliche Arbeit, insbesondere das Erstellen von
Hausarbeiten, nutzt. Ziel des Juris-Kurses ist es,
den Studierenden zu vermitteln, welche Daten die Juris-GmbH anbietet und wie
man in der Datenbank effektiv und zielstrebig nach Informationen sucht.
Anmelden kann man sich zu diesen Kursen bei der
Aufsicht
der Forschungsstelle für Rechtsinformatik.
Die
Internetseiten des Fachbereichs Rechtswissenschaften
werden von der Forschungsstelle für Rechtsinformatik in Zusammenarbeit mit dem
Net-Team
betreut und gepflegt. Wer an einer solchen Arbeit Interesse hat, wird
als neues Net-Team-Mitglied jederzeit begrüßt.
Dies ermöglicht es Interessierten nicht nur, die Gestaltung der
fachbereichseigenen Seiten mitzugestalten, sondern schafft früh
die Möglichkeit wertvoller Kontakte zu Studenten, Mitarbeitern
und vor allem auch Dozenten des Fachbereichs.
II. Juris-Datenbank
Die Juris-Datenbank wird von der
Juris-GmbH
betrieben. Nach einer Selbstdarstellung des Unternehmens handelt es sich bei
Juris um
"[...] das juristische Informationssystem für die Bundesrepublik
Deutschland. Online und auf CD-ROM. Seit Beginn seiner noch jungen Geschichte
versteht sich juris als innovativer Dienstleister bei der Beschaffung und
Aufbereitung von juristischen Informationen. Die optimale Nutzung moderner
Informationstechniken für Juristen zeichnet das Dienstleistungsprofil von
juris aus. Die juris GmbH hat ihren Unternehmenssitz in Saarbrücken. Die
Qualität der angebotenen Informationen ist einmalig, denn die
Gerichte selbst liefern die Daten. Die hochqualifizierten Fachdokumentare des
Bundesverfassungsgerichts und der fünf obersten Gerichtshöfe des Bundes
bereiten die Entscheidungen und Veröffentlichungen der Gerichte aus.
Dokumentiert wird auf der Grundlage von Originalentscheidungen. Zusätzlich
werden mehr als 500 Fachzeitschriften ausgewertet. Juris ist das leistungsstarke
und anwenderfreundliche juristische Informationssystem
für den zukunftsorientierten Juristen von heute."
Juris wird zu den angegebenen
Nutzungs-Zeiten
an der Philipps-Universität Marburg kostenlos (!) zur Verfügung gestellt.
Auch an den vielen anderen
Hochschulen
wird ein solcher Service geboten.
Unabdingbare Voraussetzung dafür ist freilich, dass sie alle
Nutzer ordnungsgemäß verhälen und nach Möglichkeit die
Recherchezeiten kurz halten, damit die Datenbank nicht über Gebühr
beansprucht wird. Deswegen sei nochmals die
Teilnahme an einem der von der
Forschungsstelle
angebotenen
Juris-Kurse
empfohlen.
III. Internetzugang für Studierende und eigene Homepage
Bereits bei der Immatrikulation kann ein
Internet-Account für Studierende
beantragt werden. Die Immatrikulationsgebühr erhöht
sich dann um EUR 5.
Wird die Internetfreischaltung erst nachträglich gewünscht,
so wenden Sie sich bitte an das Studentensekretariat in der
Biegenstr. 10 (also beim Immatrikulationsbüro). Die
Gebühr von 5 EUR ist sodann einmal im Semester mit der
Rückmeldung zu bezahlen.
Der Nutzer erhält damit eine E-Mail-Adresse,
Zugang zu den von der Universität bereit gestellten Computern,
Plattenplatz für die
eigene Homepage,
und er kann sich damit auch von zu Hause aus bei den Servern der
Universität einwählen, d.h. diverse Recherchemöglichkeiten
wie Datenbanken und CD-ROMs nutzen. Bei der Nutzung dieser Services
erfolgt eine IP-Prüfung. Sie können darauf also nur
zugreifen, wenn Sie sich über die Universität Marburg
einwählen und folglich dort einen Account besitzen.
Wer lernen will, wie man
Internetseiten mit HTML
gestaltet, sei auf das hervorragende Skript von Stefan Münz verwiesen.
1. Für Schotten und Schwaben: Internet 4 free
Wer auf die von der Uni bereit gestellten Recherchemöglichkeiten
verzichten will und die Gebühr von 5 EUR pro Semester für
Überhöht hält, der findet meist günstigere Angebote
bei den mittlerweile zahlreichen privaten Anbietern von Freemail-Diensten
und den verschiedenen Service-Providern.
Bei einem Internet-Zugang über nicht-universitäre Server ist allerdings zu beachten,
dass einige Angebote im Netz nur Internetadressen der Universität
bedienen, so zum Beispiel Datenbanken der Universität oder einige WWW-Seiten
mit universitäts- bzw. fakultätsspezifischen Inhalten.
Wer sich also nicht über die Universität einwählt,
kann nicht alle Internet-Angebote der Hochschule nutzen.
Siehe dazu bereits den vorangehenden Abschnitt.
2. Internet-Zugang von zu Hause aus
Wie Ihr von zu Hause aus die World Wide Web World nutzen könnt,
erläutert das HRZ auf seinen Seiten unter dem Stichwort
Modem- bzw. ISDN-Zugang
sehr ausführlich.
Ihr benötigt hierfür einen
Telefonanschluss, einen Computer, ein Modem bzw. eine ISDN-Karte und
(wie oben dargestellt) einen Account bei der Universität.
3. Username und Passwort
Ein bis anderthalb Wochen nach Beantragung des Uni-Accounts können
Username und Passwort
unter Angabe von Matrikelnummer, Name und Geburtsdatum online abgefragt und gesetzt
werden. Beim Setzten des Passworts sind die vom HRZ vorgegebenen
Regeln für die Erstellung von Passwörtern
zu beachten.
Die vom HRZ vergebenen Usernamen entsprechen dem Nachnamen des Nutzers, eventuell ergänzt
durch die ersten Zeichen seines Vornamens. Die Usernamen für Studenten-Accounts
beginnen (wichtig!) mit einem Großbuchstaben, die Usernamen für
Mitarbeiter-Accounts mit einem Kleinbuchstaben.
Dieser Username wird für den Login (etwa an den Uni-Rechnern oder die
Einwahl bei der Uni etc.)
benötigt, wobei Groß- und Kleinschreibung zu beachten sind.
Aus dem Username in Verbindung mit der Domain
stud-mailer.uni-marburg.de
(für Studenten) bzw.
mailer.uni-marburg.de
(für Mitarbeiter und Professoren) ergeben sich auch die persönliche
E-Mail-Adresse und die
Internet-Adresse der persönlichen Homepage (= URL).
Da mit dem Bekanntgeben der E-Mail-Adresse also auch der
Username bekannt gegeben wird, ist es in doppelter Hinsicht
wichtig, alle Passwörter geheim zu halten!!!
Beispiele für das eben Gesagte:
Der mir zugewiesene Username hieß
Weller,
meine E-Mail-Adresse lautete damit
Weller@stud-mailer.uni-marburg.de
und meine Homepage konnte man besuchen unter
http://stud-www.uni-marburg.de/~Weller
Alias:
Insbesondere Rechenzentren, bei denen sich der Username aus
der Matrikelnummer ergibt, bieten aus Datenschutzgründen
meist auch die Möglichkeit an, einen
Alternativnamen (Alias)
zu wählen.
Auf die Großschreibung des Username muss beim Login und bei Ein-
und Weitergabe der Homepage-Adresse
geachtet werden, nicht aber bei
Verwendung der E-Mail-Adresse. Es macht also keinen Unterschied, ob
jemand die E-Mail an
weller@stud-mailer.uni-marburg.de
oder an
Weller@stud-mailer.uni-marburg.de
richet.
Wichtig: die Wahl des richtigen Passwortes
Je komplizierter ein Passwort ist, desto sicherer ist Ihr Account!
Wie aber lassen sich besonders raffinierte und komplizierte Passwörter
dennoch gut merken? Dabei sind zunächst die
Regeln für die Erstellung von Passwörtern
zu beachten.
Greifen Sie auf einen bewährten Trick zurück und
überlegen Sie sich zunächst einen
Ausgangssatz:
Man
Lebt
Nur
Ein
Mal,
Warum
Also
Ackern?
Den könnten Sie z.B. auch dem Anfangs- Schluss- oder
Lieblingssatz Ihres Lieblingsbuches
entnehmen. Da die von Ihnen gewählte Methode geheim bleibt, ist
das daraus folgende Passwort sicher.
Das geht so: Sie bilden einfach aus den Anfangsbuchstaben der
einzelnen Wörter des von Ihnen gewählten Satzes das
Passwort:
MLN1MWAA
oder
MLN1XWAA
oder
mLn1Xwaa
und ähnliches.
Ebenso merkfähig wie sicher ist es auch, einfach die im Duden genannten Wörter
elegant zu verfälschen. Aus dem
Ausgangswort:
Elefant
werden beispielsweise die
Passwörter:
EL11fant
oder
11PHANd.
Genauso gut eignet es sich, aus einem bekannten Wort alle Vokale (oder wahlweise alle
Konsonanten) zu streichen. Die
love story
würde damit zur passwortgeeigneten
lvstry
verkürzt, besser noch zur
lvstry0815
oder ähnlichem. Alles klar?
Bei Passwörtern sollte übrigens stets auf genaue Groß-
und Kleinschreibung geachtet werden!
IV. WWW, E-Mail, Newsgroups
Vom Hochschulrechenzentrum Marburg gibt es eine Zusammenstellung
der angebotenen
Internetdienste
und der beim HRZ erhältlichen Handbücher. Die meisten Rechenzentren
veröffentlichen im Internet überdies ihre gesonderten
Nutzungsordnungen
und sonstige
Netz-Regeln.
1. World Wide Web
Die Angebote im WWW können mit üblichen
Web-Browsern
wie Opera, Netscape oder Internet Explorer
genutzt werden. Auf den
öffentlichen Rechnern der Philipps-Universität werden diese
Browser zur Verfügung gestellt (vgl. die Rubrik "Kommunikation" - etwa
im "Start-Menü" der Windows-Installationen auf den Uni-Rechnern).
2. electronic Mail
Als
Software für das Versenden und Empfangen von E-Mails
(sog. 'E-Mail Clients')
ist besonders PegasusMail zu empfehlen.
Ein entsprechendes
Handbuch
des RRZN in Hannover ist beim
Helpdesk
des HRZ Marburg erhältlich und auch in anderen Universitätsstädten.
Pegasus-Mail ist in Marburg auf den Rechnern der
Foschungsstelle für Rechtsinformatik
und denen des HRZ installiert.
Alternativ kann z.B. auch das in Netscape integrierte E-Mail-Programm genutzt werden.
3. Newsgroups und Usenet
Das sog.
Usenet
(als Gesamtheit der diversen Newsgroups)
schließlich kann mittels
Software
wie dem
"Forté Free Agent" (sog. 'News-Readern' oder 'News-Clients') genutzt werden.
Auch mit dieser Möglichkeit sollte sich jeder, der am Austausch von
Informationen und an wissenschaftlicher Arbeit interessiert ist, vertraut machen.
Einige Newsgroups sind dabei
speziell für Juristen
und/oder Marburger Studenten von Interesse:
4. Fachbereichsinfos per Mail-Abo
Wichtige aktuelle Informationen zum Fachbereich Rechtswissenschaften
erhält man per E-Mail regelmäßig bei kostenlosem Abonnement der
von der Forschungsstelle für Rechtsinformatik betreuten
Mailingliste des Fachbereichs 01.
Solche Mailing-Lists werden heutzutage von allen Rechenzentren angeboten. Bitte
informieren Sie sich darüber bei Ihrer Universität oder dem
Uni-Rechenzentrum vor Ort bzw. direkt beim Fachbereich.
5. Linksammlungen
Wer fachspezifische Informationen sucht, sei hier auf die zahlreichen
juristischen Linksammlungen, Seiten und Portale verwiesen,
die es bereits im Internet gibt. Einstieg bieten etwa:
6. Verschlüsselung mit PGP
PGP (Pretty Good Privacy) ist ein weit verbreitetes, sehr sicheres
Kryptographie-Verfahren, das zur Authentifizierung und Chiffrierung von Daten
genutzt werden kann. Zu den Einsatzgebieten von PGP gehören also
Verschlüsselung und digitale Signatur von Emails. In einer
Anleitung
des Hochschulrechenzentrum zur Nutzung von PGP hieß es:
"Der Entwickler von PGP, Phil Zimmermann, und die ersten Nutzer des Programmes
verstehen PGP als Kryptographie des kleinen Mannes, mit der er seine
Privatsphäre vor einem übermächtigen Staat schützt."
PGP ist die ideale Lösung für den, der sich für die
Verschlüsselung von E-Mails
interessiert.
V. Disketten, Drucker- und Kopierkarten
Disketten kann man zum Selbstkostenpreis bei der
Forschungsstelle für Rechtsinformatik
(SH 504) bzw.
bei den meisten entsprechenden Einrichtungen anderer
Hochschulen
kaufen.
Im PC-Saal des HRZ sind ebenfalls Disketten erhältlich.
Wer auf fremden, etwa öffentlich zugänglichen Rechnern arbeitet und
recherchiert, sollte daran denken, Disketten und ggf. andere Speichermedien
mitzunehmen.
Alle genannten öffentlich zugänglichen Computern unterstützen
auch die
Druckausgabe
von Dokumenten, teils auch Farbdrucke.
In Marburg und an vielen anderen
Hochschulen
können Kopiergeräte
nur mit speziellen Print- oder Copy-Cards genutzt werden. Bitte wenden
Sie sich - sofern keine Bezugsautomaten bereit stehen - an die
jeweilige Aufsicht.
VI. Arbeiten mit wichtigen Dokumenten

Wer an Hausarbeiten und anderen wichtigen Dokumenten schreibt, sollte bitte
immer Sicherheitskopien anlegen - am besten mehrfach!
Es gibt ganz unglaubliche Geschichten, was mit Rechnern, Druckern, Disketten,
Festplatten, Software und Anwendern immer gerade dann passiert, wenn die Abgabe der
Hausarbeit naht und droht. Alle diese Geschichten sind wahr!
Deshalb ist auch anzuraten, Hausarbeiten immer einige Tage vor dem Abgabetermin
fertigzustellen und bereits auszudrucken! Die
Frist zur Abgabe der Hausarbeiten ist strengstens einzuhalten.
Nur wenige Dozenten erlauben in Ausnahmefällen eine leicht verspätete
Abgabe. Denn in der Praxis ist es des Juristen erste Pflicht, Fristen zu wahren.
Während hier ein Fristversäumnis dazu führen kann, dass die
Hausarbeit nicht bewertet wird, kann es dort um den Verlust von hunderttausenden
von Euros gehen.
... weiter ...
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